Auszeichnungen
Die Pressemitteilung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Nr. 243, Berlin, 31. Oktober 2000
Familienfreundlichkeit zahlt sich für Unternehmen aus
Bundesfamilienministerin und Bundeswirtschaftsminister zeichnen Gewinner des Wettbewerbs "Der familienfreundliche Betrieb 2000" aus
Für ihre beispielhaften Initiativen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zeichneten die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, und der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Werner Müller, heute auf der EXPO fünf Unternehmen und eine Institution aus.
An die Gewinner des Bundeswettbewerbs "Der familienfreundliche Betrieb 2000. Neue Chancen für Frauen und Männer", der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Johannes Rau steht, gingen Preise im Wert von insgesamt 150.000 DM. Um positive Beispiele für familienfreundliche Arbeitsplätze zu unterstützen und bekannt zu machen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den bundesweiten Wettbewerb "Der familienfreundliche Betrieb 2000" ausgeschrieben.
Dabei setzt der Bundeswettbewerb 2000 durch seine Schwerpunktthemen zukunftsweisende Akzente: Ausgezeichnet werden Betriebe, die mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt Väter ansprechen und mit Telearbeit familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen.
In der Kategorie Großbetrieb gewann der Versicherungsverbund Continentale in Dortmund, in der Kategorie Mittelbetrieb ging der Preis an das Ingenieurbüro MAZeT mit Sitz in Jena und Erfurt, bei den Kleinbetrieben wählte die Jury die Freie Holzwerkstatt GmbH in Freiburg, die Unternehmensberatung Getoq mbH in Bremen und die Druckwerkstatt Kollektiv GmbH in Darmstadt aus.
Die Kreisverwaltung Gütersloh gewann den Preis für Familienfreundlichkeit in der erstmals ausgeschriebenen Kategorie Institution. Die Unternehmen erhielten jeweils 28.000 DM, die Institution 10.000 DM. Die ausgezeichneten Betriebe bieten ihren Beschäftigten zum Beispiel mit Angeboten von Teilzeitarbeit und Freistellung für Eltern, flexiblen Arbeitszeiten, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Telearbeitsplätzen sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Diese gut funktionierenden Beispiele aus der Praxis zeigen, dass sich der Einsatz für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für die Betriebe lohnt. Dazu erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann: "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer gehört für mich zu den vordringlichsten gesellschaftspolitischen Aufgaben der nächsten Jahre.
Die moderne Arbeitswelt, die Flexibilität und Bereitschaft zur kurzfristigen Veränderung fordert, stellt Anforderungen, die oft nur schwer mit einer Familie zu vereinbaren sind. Aber die Familie, nach wie vor meist geschätzte und gelebte Lebensform, darf nicht nachrangige Bedeutung haben. Familie und Beruf müssen in unserer Gesellschaft vereinbar sein. In der Wirtschaft gibt es bereits eine Reihe positiver Beispiele zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Viele erfolgreiche Unternehmen haben erkannt, dass sich familienfreundliche Arbeitsplätze auszahlen. Denn sie binden qualifizierte Kräfte an den Betrieb und erhöhen die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Preisträger unseres Wettbewerbs sind im wahrsten Sinne des Wortes Vorzeigeunternehmen. Mit der Auszeichnung wollen wir dafür sorgen, dass diese positiven Beispiele weiter Schule machen." Die Jury des Wettbewerbs bestand aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Tarifparteien, Frauenverbänden und der Presse, die unter 72 Vorschlägen zu wählen hatten.
Beworben haben sich 9 Großbetriebe (mit mehr als 500 Beschäftigten), 10 mittelgroße Betriebe (mit 50 bis 100 Beschäftigten), 44 Kleinbetriebe (mit bis zu 50 Beschäftigten) und 9 Institutionen. Bei besonders vielen Bewerbern gehört die Telearbeit bereits zur flexiblen Gestaltung der Arbeit.
Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Preisträgern finden Sie im Internet unter www.bmfsfj.de.











